Theaterprojekt "Revolte!"

„Die Welt hat 99 Probleme aber die heutige Jugend ist keins davon!“

Auf die Barrikaden!

Gerade jetzt sind es junge Menschen, die gegen Ungerechtigkeiten wie Klimawandel, LGBTQ-Diskriminierung, Bildungsungleichheit und tödliche Fluchtwege kämpfen.

Drei Jugendgruppen gehen im dokumentarischen Theaterprojekt „Revolte!“ der Frage nach, wofür es sich für sie persönlich lohnt, eine Revolte anzuzetteln und womit man überhaupt anfängt. Mit einem professionellen Team aus Theatermacher:innen, Dramaturg:innen, Video- und Soundkünstler:innen erforschen bis zu 60 Jugendliche über einen Zeitraum von 17 Monaten diskriminierende Strukturen in ihrer Umgebung und beschäftigen sich mit Revolten im analogen und digitalen Raum.
Das Thema Revolte zieht sich wie ein roter Faden durch die Arbeit aller drei Gruppen. Sie durchlaufen jeweils in den wöchentlichen Proben und an einzelnen Probewochenenden Trainings des Schreibens, der Theaterpädagogik und der historischen Bildung und lernen selbst Interviews mit Zeitzeugen unterschiedlicher Bewegungen des 20. Jahrhunderts (beispielsweise Generation der 68er) zu führen. Aus den erarbeiteten Materialien formen sie drei Bühnenperformances mit einem Mix aus Texten, Video, Musik und sozialen Netzen.

Jüdische Identität

Jung und offen jüdisch in Deutschland leben – ist das bereits eine Revolte? Braucht man Chuzpe, um nicht nur jüdisch, sondern auch ukrainisch-jüdisch-deutsch, dazu etwas russisch, polnisch und auch a bisserl protestantisch zu sein?

Die jungen Jüdinnen und Juden im Film möchten eine authentische Identität leben und am liebsten alle Teile mitnehmen: die erstaunlichen Geschichten ihrer Familien, ihr deutsches Aufwachsen und dazu Kaviarbrote, Sowjet-Pop und Davidsterne.

Wer ist bereit, die Komplexität und Vielfalt ihres kulturellen Erbes auszuhalten und Platz zu machen, für ihre Ideen vom modernen deutschen Judentum? Ist es noch eine Revolte oder schon eine Revolution?

Fluide Identität

Moment, schreiben wir Jugendlichen gerade eigentlich Geschichte? Was sieht die Zukunft, wenn sie auf unseren Alltag zurückblickt? Auf Schule in Zeiten von Corona, digitales Lernen, unsere täglichen Rituale, unsere kleinen und großen Kämpfe um Kunst, Feminismus und unsere Identitäts-Revolten? In einem interaktiven Point-and-click-Video-Adventure forschen unsere Zuschauer:innen als Player eines Spiels nach der Erinnerung an das Heute aus der Zukunft – wer spricht, und wer hat nichts zu sagen?

WO LIEGT DER SCHLÜSSEL ZUM GEHEIMNIS VON HEUTE BEGRABEN?

Persönliche Revolte

So I start a revolution from my bed

Persönliche Revolte – audiovisuelle Performance

Klimawandel. Rassismus. Diskriminierung. Krieg. Unterdrückung. Wohn man schaut, Katastrophen. Doch Stopp, nicht sofort verzweifeln: Gegen jede Misere kämpfen junge Aktivist:innen! In Interviews erzählen sie den Jugendlichen von ihrer Wut, ihrem Optimismus und ihren Hoffnungen – und die Jugendlichen spüren: Auch in mir ist eine Revolte! Auch mir sind Themen wichtig, ich will einen Beitrag leisten, gesehen und gehört werden: Ich habe was zu sagen! Doch wie startet man eine pandemiekonforme Revolte?!?

Die Projektgruppe “Jüdische Identiät” ist eingebunden in das bundesweite Festjahr #2021JLID, das der Verein „321-2021:1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ mit seiner Geschäftsstelle in Köln organisiert und koordiniert.

Förderung und Mitveranstaltung durch die VHS Köln.

Gefördert durch:

Aktion Mensch, Rosa Luxemburg Stiftung NRW, Fonds Soziokultur, NeuStart Kulturund der Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)