Tanya Raab zu Gast im Lew Kopelew Forum
Do. 24.09.2026, 18:00 Uhr , Lew Kopelew Forum, Neumarkt 18, 50667 Köln
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Ukrainische Simultanübersetzung über Kopfhörer

Was bedeutet es, jüdisch zu sein in einem Deutschland voller Vorurteile – und das als queere Feministin mit ukrainischen Wurzeln?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt von Tanya Raabs Debütbuch „Schalom zusammen! – Warum wir falsche Vorstellungen von jüdischem Leben haben und das gemeinsam ändern sollten“.
Tanya Yael Raab kam 2003 im Alter von drei Jahren mit ihren Eltern aus der Ukraine nach Deutschland. Als sogenannte Kontingentflüchtlinge fand die Familie eine neue Heimat in der jüdischen Gemeinde von Frankfurt an der Oder. Heute ist Raab eine der bekanntesten jüdischen Stimmen im deutschsprachigen Netz: Auf ihrem Instagram-Account @oy_jewish_mamma spricht sie über modernes jüdisches Leben abseits von Klischees – ob mit Davidstern-Kette im Fitnessstudio oder mit Regenbogen-Kippah beim Einkaufen.
Sie erzählt von ihrem Alltag zwischen Tradition und Moderne sowie tagtäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus, klärt über weitverbreitete Stereotype auf und rechnet mit der deutschen Erinnerungskultur ab.
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich:
Moderiert wird der Abend von Katja Garmasch – Journalistin, Comedian und Autorin mit jüdischen, ukrainischen und belarussischen Wurzeln, geboren im usbekischen Teil der ehemaligen Sowjetunion.
Mit dieser Gesprächspartnerin treffen an diesem Abend zwei Perspektiven aufeinander, die aus dem postsowjetischen Raum nach Deutschland führen – und von dort aus kritisch, witzig und persönlich auf das Leben hier blicken.
Special für ukrainische Geflüchtete:
Die Veranstaltung wird simultan über Kopfhörer ins Ukrainische übersetzt.
Raabs Geschichte ist auch eine Geschichte über das Ankommen und das Sichtbarwerden in einem fremden Land – eine Erfahrung, die viele ukrainische Menschen, die heute in Deutschland leben, unmittelbar kennen. Dass das Jüdisch-Sein in ihrer Familie zunächst vor allem ein kulturelles und kein religiöses Thema war, macht ihren Weg zur offen lebenden, aktivistischen Jüdin umso eindrücklicher – und anschlussfähig für alle, die selbst zwischen Herkunft, Identität und neuem Leben navigieren.
Ein Abend über die jüdische Identität, diverse Biografien und die Frage, wie wir in Deutschland gemeinsam besser hinschauen können.
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich:





Gefördert durch die EU
Das Projekt wird aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds finanziert und in Kooperation mit der Karl-Arnold-Stiftung e.V. und dem Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf durchgeführt. Ziel des Projekts ist die Integration von Drittstaatsangehörigen sowie die Sensibilisierung der Aufnahmegesellschaft durch Austausch und Begegnung.

